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Fehlerindex in Oberstufenklausuren

Im Fach Politik & Wirtschaft errechnet sich der Index für Fehler in Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik und Ausdruck nach der Formel: 

Fehlerzahl x 100 : Zahl der Wörter

 

 

Fehlerarten

Folgende Fehlerarten werden in der Einführungsphase und in den Grund- und Leistungskursen der Qualifikationsphase einfach gewertet:

  • Rechtschreibfehler (Wird ein Wort wiederholt falsch geschrieben, darf nur ein Fehler gerechnet werden. Die Verwechselung von "das" und "dass" ist kein Wiederholungsfehler.)
  • Zeichensetzungsfehler (Hier gibt es keine Wiederholungsfehler. Bei eingeschobenem Satz und Apposition wird nur ein Zeichensetzungsfehler gerechnet, auch wenn beide Kommas fehlen. Andere Zeichensetzungsfehler wie Punkt, Apostroph, Bindestrich, Ausrufezeichen, fehlende Trennungsstriche und Anführungszeichen sind ebenfalls zu zählen.)
  • Grammatikfehler (Verstöße gegen grammatische Konstruktionen (z.B. falsche Flexion eines Verbs, fehlerhafte Kausalität/Finalität, falsche Präpositionen), gebrauchsbedingte Grammatikfehler (z.B. wegen + Dativ), Tempusfehler, Modusfehler)
  • Flüchtigkeitsfehler werden lediglich markiert, aber nicht gezählt, wie fehlende i-Punkte und t-Striche u.ä.; fehlende Punkte, wenn anschließend groß weitergeschrieben wird; fehlende Endbuchstaben, es sei denn, es erfolgt dadurch eine grammatisch falsche Wendung; evtl. vertauschte Buchstaben (z.B. "dei" statt "die")
  • Ausdrucksfehler (z.B. Wiederholungen, umgangssprachliche Wendungen, falsche oder missverständliche Wortwahl, fehlendes Wort, unpassende Metaphernbildung, kein Gebrauch von Fachtermini)

Für schriftliche Arbeiten im Fach Politik & Wirtschaft gilt für den Abzug von Notenpunkten:

  • ab dem Fehlerindex 3: 1 Notenpunkt-Abzug
  • ab dem Fehlerindex 6: 2 Notenpunkte-Abzug

Beispiel

Eine Klausur umfasst 850 Wörter. Auf jeder der 5 Seiten unterlaufen 10 Fehler (= 50 Fehler). Nach der Formel ergibt sich:

50 x 100 = 5000

5000 : 850 = 5,9

Also verliert der Schüler 1 Notenpunkt.

[Quelle: Oberstufen- und Abiturverordnung vom 20. Juli 2009, Anlage 9b]