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"Der Bub geht aufs Gymnasium!"

Neue Studie zur Bedeutung der Übergangsempfehlung

Dieser Beitrag ist abgelaufen: 31. Oktober 2015 00:00

Die Online-Ausgabe der "Frankfurter Allgemeinen" vom 26.06.2015 berichtet über eine neue soziologische Studie, der "harte Daten" zum Streit über den Zugang zum Gymnasium zugrunde liegen. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass sich soziale Ungleichheit unabhängig vom Vetorecht der Eltern gegenüber der Grundschulempfehlung durchsetzt.

Kernaussagen des Artikels von André Kieserling in faz-net:

"Die Soziologen Tobias Roth und Manuel Siegert haben große und zuverlässige Datensätze aus zwei Arten von 'alten' Bundesländern miteinander verglichen: solchen mit und solchen ohne verbindliche Übergangsempfehlung, und herausgekommen ist dabei, dass die ländertypischen Unterschiede in der sozialen Durchlässigkeit des Gymnasiums von dieser Frage ganz unabhängig sind. Auch beim Zeitvergleich zweier Bundesländer, die vor und nach der Einführung beziehungsweise vor und nach der Abschaffung einer verbindlichen Regelung untersucht wurden, zeigten sich keine Unterschiede in der sozialen Herkunft der Gymnasiasten. Der Verzicht auf das Vetorecht der Eltern bietet demnach keinen wirksamen Schutz gegen soziale Ungleichheit."

| 26. Juni 2015 10:07