Hessischer Bildungsserver / Gymnasien in Hessen

Schüler fühlen sich schlecht informiert über Studium und Beruf

Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach

Dieser Beitrag ist abgelaufen: 30. Juni 2015 00:00

Eine im November 2014 veröffentlichte Allensbach-Studie im Auftrag der Vodafone Stiftung zeigt große Informationsdefizite bei der Berufsorientierung. Nur gut die Hälfte der Schüler in Deutschland (56 Prozent) fühlt sich ausreichend über ihre beruflichen Möglichkeiten informiert. Von denen, die Informationsdefizite beklagen, geben 54 Prozent an, nicht zu wissen, welche Berufe gute Zukunftsaussichten bieten. Fast zwei Drittel der Gymnasiasten sagen, dass sie zu wenig über bestimmte Studiengänge zu wissen.

Weitere Ergebnisse der Befragung:

Angebote der Agentur für Arbeit werden von Schülern kaum genutzt. Lediglich 25 Prozent der Schüler haben sich bisher dort informiert. Wiederum für nur rund ein Drittel von diesen war dies hilfreich (32 Prozent). Ebenso skeptisch werden Internetangebote beurteilt.

Schüler legen Wert auf praxisnahe Informationen: Praktika und Gespräche mit Berufstätigen aus dem angestrebten Berufsfeld wurden von der überwiegenden Mehrheit (75 bzw. 63 Prozent) als die hilfreichsten Informationsquellen angegeben. Mehr als die Hälfte empfand zudem Informationstage und -angebote von Unternehmen als hilfreich (53 bzw. 52 Prozent). Von den Schülern, die sich mehr Unterstützung bei der Berufsorientierung wünschen, sehen die überwiegende Mehrheit ihre Schule als zentralen Bezugsort für weitere Informationen.

Über die Studie

Stichprobe: 528 Interviews mit Schülern der letzten 3 Klassen an allgemeinbildenden weiterführenden Schulen (Klassen 8-10 an Schulen ohne gymnasiale Oberstufe; Klassen 10 -12 an G-8-Gymnasien; Klassen 11-13 an G9-Gymnasien bzw. integrierten Gesamtschulen). Sowie 483 Interviews mit Eltern, deren (ältestes) Schulkind eine der letzten 3 Klassen an einer allgemeinbildenden weiterführenden Schule besucht.
Art der Befragung: mündlich-persönliche Interviews (face-to-face)
Zeitraum der Befragung: September 2014

Methodische Gesamtverantwortung und Durchführung: Institut für Demoskopie Allensbach

| 26. Juni 2015 10:09