Hessischer Bildungsserver / Gymnasien in Hessen

"Die Zukunft des Gymnasiums: Qualität statt Quantität"

Appell an die KMK zur Versachlichung der Debatte um G8 / G9

Dieser Beitrag ist abgelaufen: Aug. 31, 2014, Mitternacht

Eine Gruppe von Bildungsforschern, -politikern und -praktikern rief am 11. Juni zu einer Versachlichung der Debatte um die gymnasiale Schulzeit auf und plädierte für einen Erhalt, wenn auch eine Veränderung des G8.

Die Hauptforderungen des Appells:

"Wir plädieren dafür, dass die Kultusministerkonferenz prüft, welche Möglichkeiten der Veränderung der Rahmenbedingungen es gibt, die die Mittelstufe des Gymnasiums entlasten. So könnte die Zahl der notwendigen Unterrichtsstunden bis zum Abitur von 265 auf 260 gesenkt werden. Jede Schülerin/ jeder Schüler hätte dann in der Mittelstufe rechnerisch eine Stunde pro Woche weniger Unterricht. Die Schulen könnten auf diese Weise den Umfang des Nachmittagsunterrichts deutlich begrenzen bzw. in den unteren Jahrgangsstufen gegebenenfalls ganz darauf verzichten. Die durch die Reduzierung des Pflichtunterrichts freiwerdenden Ressourcen müssten in den Schulen bleiben und könnten für individuelle Angebote genutzt werden, um die zunehmend heterogene Schülerschaft der Gymnasien zu fördern und herauszufordern.

Wir bitten die Kultusministerkonferenz darüber hinaus, sich auf eine Empfehlung zur pädagogischen Arbeit im Gymnasium zu einigen, die pädagogische Impulse für die Lehr- und Lernprozesse eines modernen Gymnasiums schafft und gleichzeitig sichert, dass die Stan-dards des mittleren Abschlusses und des Abiturs auch bei verringerter Mindestunterrichtszeit von den Schülerinnen und Schülern erreicht werden können."

| Juni 16, 2014, 2:16 nachm.