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G8-Studie: Turbo-Abiturienten ebenbürtig

Dieser Beitrag ist abgelaufen: Sept. 30, 2014, Mitternacht

Sind Turbo-Abiturienten gut genug auf ein Studium vorbereitet? Ja, sagen Bildungsforscherinnen der Universität Duisburg-Essen - jedenfalls genauso gut wie Absolventen des neunjährigen Gymnasiums. Für die Studie "Generation 2in1", die den Übergang von der Schule zur Hochschule beim doppelten Abiturjahrgang untersucht, haben Dr. Svenja Mareike Kühn und Prof. Dr. Isabell van Ackeren über 3.500 Erstsemester befragt.  

Herausgekommen ist: Die zwei Geschwindigkeiten bis zum Abi bringen keine Nachteile - nur einen logischen Altersunterschied: So waren die Erstsemester mit Turbo-Abitur durchschnittlich 18,3 Jahre alt, die anderen 19,5. Wer den längeren Bildungsweg gegangen ist, hat weder ein besseres Abi gemacht - die Durchschnittsnoten waren für G8 und G9 vergleichbar - noch haben 12 Schuljahre schlechter auf die Anforderungen eines Studiums vorbereitet.

Der Übergang von der Schule zur Uni könnte jedoch insgesamt besser laufen: Alle Studienanfänger tun sich beispielsweise schwer, ihre Lernphasen effektiv zu planen und sich die Zeit richtig einzuteilen. Hier sollten die Hochschulen gezielte Trainings anbieten. Dagegen könnten die Schulen mehr für die Studienorientierung tun. Die kam den meisten der befragten Erstsemester nämlich viel zu kurz - egal, ob sie G8 oder G9 hinter sich hatten.

Weitere Informationen bei Spiegel-Online (27.03.2014):

"Umfassende G8-Studien: Turbo-Abiturienten sind ebenbürtig" [Link]
Turbo-Abi-Expertin im Interview: "Der Stress ist da, aber G8 ist nicht der Auslöser" [Link]



| März 31, 2014, 9:22 vorm.