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IQB Berlin mit Aufgabenpool für die Allgemeine Hochschulreife betraut

Beschluss der 342. Kultusministerkonferenz am 20./21. Juni 2013

Dieser Beitrag ist abgelaufen: 31. Juli 2014 00:00

Auf dem Weg zu einer verbesserten Vergleichbarkeit der Allgemeinen Hochschulreife in zentralen Fächern beginnen die Länder ab sofort mit dem Aufbau eines gemeinsamen Pools von Abiturprüfungsaufgaben. Das hat die Kultusministerkonferenz am 20. und 21. Juni 2013 bei ihren Plenarberatungen in der Lutherstadt Wittenberg beschlossen. Ziel dieses Aufgabenpools für die Fächer Deutsch, Mathematik und die fortgeführte Fremdsprache ist es, die Vergleichbarkeit der Anforderungen in den Ländern zu gewährleisten und eine hohe Qualität der Aufgaben auf Grundlage der Bildungsstandards für die Allgemeine Hochschulreife sicherzustellen. In der  Konzeption zum Aufbau des Aufgabenpools, die von der Kultusministerkonferenz in der Lutherstadt Wittenberg angenommen, wird festgelegt, nach welchem Verfahren die Aufgaben für den Pool geprüft, ausgewählt und den Ländern zur Verfügung gestellt werden. Nach dem Wittenberger Beschluss wird der Aufgabenpool kontinuierlich aufwachsen und den Ländern als Angebot für den Einsatz im Abitur bereits im Schuljahr 2016/2017 zur Verfügung stehen.

Der Präsident der Kultusministerkonferenz, Stephan Dorgerloh, erklärte: „Der Aufbau eines solchen Prüfungsaufgabenpools gewährleistet die Vergleichbarkeit des Abiturs, sichert hohe Qualität und verbessert  die Mobilität unter den Ländern. Das von uns gewählte Verfahren verbindet die Vorteile pädagogischer Vielfalt in den Ländern mit der notwendigen Einheitlichkeit und Vergleichbarkeit der Aufgaben hinsichtlich ihrer Schwierigkeit, Qualität und Bewertung. Im Sinne eines Best-Practice-Verfahrens bündeln die Länder ihre jeweiligen Erfahrungen und stellen dem Pool ihre besten Aufgaben für alle zur Verfügung. Damit leiten wir einen Kulturwandel beim Abitur ein: Durch einen gemeinsamen Qualitätsentwicklungsprozess aller Länder wird sowohl die Qualität der Prüfungsaufgaben verbessert als auch das Anforderungsniveau schrittweise angeglichen. Wir entsprechen damit der berechtigten Forderung, dass für ein Zertifikat vergleichbare Leistungen zugrunde gelegt werden müssen.“

Für die Entscheidung, welche Abiturprüfungsaufgaben zur späteren Nutzung in den Aufgabenpool gelangen, werden abgesicherte Kriterien zur Qualität, Schwierigkeit der Aufgaben sowie zur Vergleichbarkeit von Korrektur und Bewertung zugrunde gelegt. Die dafür erforderlichen wissenschaftlichen Arbeiten werden vom Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) übernommen. 

Die in den Pool aufgenommenen Abiturprüfungsaufgaben sollen anhand von transparenten Leistungsanforderungen und eindeutigen Korrekturhinweisen in vergleichbarer Weise in den Ländern bewertet werden. 

Die Arbeiten am Pool der Prüfungsaufgaben unterstützen den ebenfalls angelaufenen Prozess der  Implementation der Bildungsstandards für die Allgemeine Hochschulreife. Die Bildungsstandards für die Allgemeine Hochschulreife in den Fächern Deutsch, Mathematik und fortgeführter Fremdsprache (Englisch/Französisch) sollen ab dem Schuljahr 2014/2015  auf Grundlage einer gemeinsamen Konzeption, die von der Kultusministerkonferenz verabschiedet werden soll, umgesetzt werden. Stephan Dorgerloh: „Der Aufbau des Aufgabenpools unterstützt wirkungsvoll das Ziel der Bildungsstandards, den Unterricht stärker als bisher am Erwerb von Kompetenzen auszurichten, d.h. Wissen und Können miteinander zu verbinden. Der Aufgabenpool als ein wichtiges Instrument der Qualitätssicherung soll in den kommenden Jahren im laufenden Prozess unter Wahrung der pädagogischen Kontinuität aufgebaut werden. Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern können sich verlässlich darauf einstellen, dass der Aufgabenpool zum Abitur 2017 zur Verfügung stehen wird.“ 

| 22. Juni 2013 11:07