Hessischer Bildungsserver / Gymnasien in Hessen

Aufstiegsangst?

Neue Studie zur sozialen Ungleichheit beim Hochschulzugang

Dieser Beitrag ist abgelaufen: 31. Januar 2013 00:00

Die Beteiligung an Hochschulbildung ist in Deutschland im internationalen Vergleich niedrig und zudem sehr stark von der sozialen Herkunft abhängig. Akademikerkinder verfügen heute über eine etwa sechsmal so hohe Chance, ein Studium aufzunehmen wie junge Menschen aus bildungsfernen Elternhäusern. Noch immer sind auch die Zugangswege zum Studium sozial selektiv. So sind die Chancen, die allgemeine Hochschulreife („klassisches“ Abitur) zu erreichen für Schüler aus gebildeten Elternhäusern noch immer etwa siebenmal höher als für Schüler aus bildungsfernen Familien. Der Großteil der Bildungsfernen findet den Weg zur Studienberechtigung über alternative Wege. Insgesamt lässt sich jedoch feststellen, dass die in den 1960er Jahren angestoßene Öffnung der Hochschule durch zusätzliche berufsbildende Wege zum Abitur oder die Fachhochschulreife nur in sehr geringem Maße dazu geführt hat, dass mehr Schüler aus bildungsfernen Familien an Hochschulbildung teilnehmen. Zu diesem Ergebnis kommt die im September 2012 vorgestellte Studie des Mannheimer Zentrums für europäische Sozialforschung "Aufstiegsangst? Eine Studie zur sozialen Ungleichheit beim Hochschulzugang im historischen Zeitverlauf". Die Untersuchung wurde finanziert von der Vodafone-Stiftung.

Eine Kritik dieser Studie erschien am 14.09.2012 in faznet: Jürgen Kaube: Unverschämte Hochschulstudie - Angsthase Lehrling? [Link]

| 15. September 2012 09:37