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Studium ohne Abi - eine Zwischenbilanz

CHE-Studie vom Juli 2012

Dieser Beitrag ist abgelaufen: 30. Dezember 2012 00:00

Das Studieren ohne Abitur hat seit drei Jahren zugenommen. Im Jahr 2009 beschloss die Kultusministerkonferenz nämlich, die unterschiedlichen rechtlichen Regelungen in den Bundesländern zu vereinheitlichen und zu verbessern. In den meisten Bundesländern wurde der Hochschulzugang ohne Abitur erleichtert. Meister und Fachwirte dürfen nun jedes Fach studieren. Für andere beruflich Qualifizierte gilt, dass sie sich mit einer Berufserfahrung von - je nach Bundesland - zwei bis fünf Jahren für einen fachgebundenen Zugang bewerben können.

Die Zahlen aufgrund einer im Juli 2012 veröffentlichten Untersuchung des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE): 2010 hatten 2,1 Prozent der Studienanfänger kein Abitur - eine Verdoppelung gegenüber 2007.

Die Anteile in Nordrhein-Westfalen und Berlin waren 2010 mit rund 4 Prozent am höchsten; in Thüringen, Sachsen, dem Saarland, Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg lagen sie hingegen niedriger als ein Prozent, in Hessen waren es 1,84 Prozent. Bisher studieren Menschen ohne Abitur meistens an Fachhochschulen.

Quelle: Sigrun Nickel, Sindy Duong: Studieren ohne Abitur: Monitoring der Entwicklungen in Bund, Ländern und Hochschulen. CHE, Arbeitspapier Nr. 157 (Juli 2012) [Download]

| 14. September 2012 08:49