Hessischer Bildungsserver / Gymnasien in Hessen

Deutliche Kritik an G8 - für längeres gemeinsames Lernen

Ergebnisse einer Elternbefragung durch Emnid

Dieser Beitrag ist abgelaufen: Dez. 31, 2016, Mitternacht

Nur 17 Prozent sind für „G8“. Am ehesten wäre das „Turbo-Abi“ annehmbar, wenn die Lehrpläne der kürzeren Lernzeit hinreichend angepasst würden - das sagen fast 59 Prozent der befragten Eltern. Zu diesem Ergebnis gelangt eine neue Bildungsstudie. Das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid hat im Januar 2012 bundesweit 3.000 Eltern in Deutschland mit Kindern im Alter bis zu 16 Jahren zu den Themen Bildung, Schule, Lehrer und der eigenen Erziehungsleistung sowie zu aktuellen Themen der bildungspolitischen Diskussion befragt. Neben G8/G9 wurden die Eltern zum gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung (Inklusion) sowie zur Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule befragt.

Die "JAKO-O-Bildungsstudie" wurde in Zusammenarbeit eines Privatunternehmens für Kinderkleidung mit Bildungsforschern entwickelt. Die inhaltliche Federführung liegt bei Dagmar Killus und Klaus-Jürgen Tillmann. Dr. Dagmar Killus arbeitet als Professorin für Unterrichtsforschung und Allgemeine Didaktik an der Universität Hamburg, Dr. Klaus-Jürgen Tillmann ist Professor für Schulpädagogik an der Universität Bielefeld. Um den Wandel der Elternmeinungen nachzeichnen und Trendaussagen machen zu können, werden bestimmte Kernthemen in jeder JAKO-O Bildungsstudie abgefragt, die immer durch aktuelle bildungspolitische und schulpädagogische Fragen ergänzt werden. Die Umfrage selbst wird vom renommierten Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid durchgeführt. Aufgrund der großen Stichprobe von 3.000 Befragten ist die JAKO-O Bildungsstudie repräsentativ und ermöglicht eine sehr detaillierte Auswertung der Ergebnisse.

| Sept. 6, 2012, 9:22 vorm.