Hessischer Bildungsserver / Gymnasien in Hessen

Wer soll aufs Gymnasium, wer auf die Hauptschule?

Prof. Trautwein stellt Studie zu Gymnasialempfehlung vor

Dieser Beitrag ist abgelaufen: Juli 4, 2011, Mitternacht

Die "Zeit" vom 01.06. 2011 veröffentlicht ein Interview mit dem Tübinger Bildungsforscher. 

Franz Baeriswyl, Ulrich Trautwein, Christian Wandeler und Oliver Lüdtke: Wie gut prognostizieren subjektive Lehrerempfehlungen und schulische Testleistungen beim Übertritt die Mathematik- und Deutschleistung in der Sekundarstufe I? In: ZfE (2009) 12, S. 352-372

Abstrakt

Gegliederte Schulsysteme erfordern Zuweisungsverfahren, die eine gerechte und pädagogisch sinnvolle Einstufung in eine Abteilung der weiterführenden Schule gewährleisten. In verschiedenen Ländern/Kantonen Deutschlands bzw. der Schweiz haben beim Übertrittsverfahren, neben Schulnoten und der Übergangsempfehlung der Lehrkräfte, auch standardisierte Leistungstests sowie Beurteilungen in Form von Grundschulgutachten einen Einfluss auf die Übertrittsempfehlung. Der vorliegende Beitrag untersucht die Vorhersagekraft dieser Elemente im Kanton Freiburg in Hinblick auf die Schulnoten in Mathematik und Deutsch am Ende der obligatorischen Schulzeit in Klassenstufe 9. Insgesamt gingen die Daten von 621 Schülerinnen und Schülern in die Untersuchung ein. Mehrebenenanalysen für kreuzklassifizierte Daten zeigten eine besonders hohe Vorhersagekraft eines standardisierten Leistungstests sowie der Schulnoten vom Ende der Grundschule. Aber auch die Beurteilung der kognitiven Leistungsfähigkeit durch die Lehrkraft sowie - in geringerem Ausmaß - die Einschätzung der schulischen Motivation trugen zur Vorhersage der Noten in Klassenstufe 9 bei. Die Diskussion erörtert kritisch die Rolle von standardisierten Leistungstests in Übertrittsverfahren.?

Interview in DIE ZEIT vom 1.6.2011: http://www.zeit.de/2011/23/C-Interview-Trautwein

 

| Juni 4, 2011, 1:37 nachm.