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Abitur-Durchschnittsnote steigt 2010 von 2,46 auf 2,44

Verfahren zur Aufgabenerstellung verbessert

Dieser Beitrag ist abgelaufen: 23. Dezember 2010 00:00

Der vierte Durchgang des Landesabiturs in Hessen hat eine Verbesserung der Ergebnisse gegenüber dem Vorjahr gebracht. 2010 ist eine leichte Verbesserung des landesweit erzielten Notendurchschnitts von 2,46 auf 2,44 zu verzeichnen. Auch die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die die Prüfung bestanden haben, ist von 97,2 auf 97,6 Prozent gestiegen.

In der Presseerklärung des Ministeriums heißt es im Blick auf das Verfahren zur Aufgabenerstellung:

"So seien die Aufgabenvorschläge für das Landesabitur 2010 bereits von Januar 2009 an von den jeweiligen Fachkommissionen unter Koordination des Instituts für Qualitätsentwicklung (IQ) erstellt und bearbeitet worden. Zum Teil auf Grundlage von Vorschlägen, die - im Sinne einer möglichst breiten Verankerung der Abiturprüfung in der Unterrichtspraxis der Schulen - von den Schulen eingereicht worden waren. Insgesamt, so Henzler, sei die Zeit zur Erstellung der Prüfungsaufgaben verlängert worden: „Die Erarbeitung der Aufgaben in den Fachkommissionen beginnt nun früher, im aktuell vorzubereitenden Durchgang 2011 um einen Monat. Mittelfristig soll die Erarbeitung sogar drei bis vier Monate früher starten und spätestens zwei Monate vor den Prüfungen abgeschlossen sein.“

Zudem werde mehr Personal eingesetzt. Die Zahl der Fachkoordinatorinnen und Fachkoordinatoren am IQ und die Ressourcen für die Fachkommissionen seien bereits zum 1. August 2009 um insgesamt vier Stellen erhöht worden. Auch das Fachreferat im Ministerium sei zum 1. Februar 2010 um eine Person verstärkt worden, um die Organisation, die Durchführung und Nachbereitung des Gesamtprozesses sowie die Evaluation der Prüfungen zu unterstützen.

Für die externe Prüflesung am IQ, bei der Lehrkräfte aus allen Regionen Hessens, die selbst nicht Mitglied der Fachkommissionen sind, die Aufgabenvorschläge vorwiegend inhaltlich prüfen, sei ebenfalls mehr Personal zur Verfügung gestellt und mehr Zeit eingeräumt worden. Die Prüflesung für Fächer mit zwei Anforderungsniveaus (also Grund- und Leistungskurs) sei um zwei auf insgesamt fünf Tage verlängert worden. Pro Fach beschäftigten sich nun drei statt bisher zwei Prüfleserinnen und Prüfleser mit den Aufgaben. In dieser Prüflesung könnten somit die Aufgabenvorschläge noch intensiver gesichtet und - im Gegensatz zu früher - zunächst ohne Kenntnis der Lösungshinweise bearbeitet werden. „Dies ist mir ganz besonders wichtig, denn durch ein solches Verfahren können Probleme und Unklarheiten mit großer Zuverlässigkeit frühzeitig erkannt und beseitigt werden“, sagte die Ministerin.

Als zusätzliches Instrument der Qualitätssicherung sei eine abschließende Prüfung der Aufgabenvorschläge im Kultusministerium durch beauftragte Lehrkräfte eingeführt worden. Auch dort würden die Aufgaben zunächst unter Prüfungsbedingungen bearbeitet und einer abschließenden formalen Prüfung unterzogen, bevor sie nach Einarbeitung letzter Korrekturen für die Übermittlung an die Schulen und die Staatlichen Schulämter vorbereitet würden.

Um auf mögliche Probleme an den Prüfungstagen umgehend reagieren zu können, sei eine Hotline am IQ eingerichtet worden, die an allen Prüfungstagen von 7 Uhr an von Vertretern des Ministeriums und des IQ besetzt sei. Für rechtliche Fragen sei täglich von 7 Uhr an ein Mitarbeiter im zuständigen Fachreferat erreichbar.

„All diese Maßnahmen haben dazu beitragen, dass die Qualität der Prüfungsaufgaben weiter verbessert wurde und zukünftig noch erhöht wird“, so die Ministerin. Sie wies zugleich noch einmal darauf hin, dass generelle fachliche Grundlage für die Arbeit in der Qualifikationsphase und in der Vorbereitung auf die Abiturprüfung der jeweils geltende Lehrplan für das betreffende Fach sei. Inhaltliche Einzelbestimmungen für die Abiturprüfung würden jeweils zwei Jahre im Voraus zu Beginn der Qualifikationsphase des betroffenen Abiturjahrgangs in den Hinweisen zur Vorbereitung auf die schriftlichen Abiturprüfungen („Einführungserlass“) festgelegt und im Internet veröffentlicht.

| 6. Dezember 2010 17:50