Hessischer Bildungsserver / Gymnasien in Hessen

Kleine Geschichte des Abiturs

Neue Studie von Rainer Bölling

Dieser Beitrag ist abgelaufen: Dez. 11, 2010, Mitternacht

Tausende Schüler haben jetzt ihr Abi-Zeugnis bekommen. Nun wird gefeiert, doch nicht immer zu Recht, findet Bildungsforscher Rainer Bölling. Er hat Abiturprüfungen der letzten 200 Jahren verglichen und meint: Es ist nicht alles besser geworden.

In einem wdr-Interview sagt Rainer Bölling: "Zwar war das Abitur schon in der NS-Zeit und während der Weltkriege weniger anspruchsvoll. In den 1960er und den frühen 70er Jahren sind die Noten dann aber wieder unheimlich streng geworden. Abiturnoten der sechziger Jahre sind sicher mehr als eine Notenstufe schlechter als vergleichbare heute. Seit Anfang der achtziger Jahre jedoch wurden die Abi-Noten unter dem Einfluss des Numerus clausus immer besser. Interessanterweise haben bei einem bundesweiten Vergleich 2005 die Länder mit Zentralabitur die besseren Notenschnitte gehabt. Auch in Nordrhein-Westfalen sind die Noten nach Einführung des Zentralabis gestiegen. Ich glaube nicht, dass dies daran liegt, dass in all diesen Ländern die Schüler besser geworden sind."

Quelle: wdr

 

Rainer Bölling: Kleine Geschichte des Abiturs

Cover: Kleine Geschichte des Abiturs

Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 2010
ISBN-10 3506769049
ISBN-13 9783506769046
Kartoniert, 211 Seiten, 19,90 EUR

Rezension bei perlentaucher.de

 

| Juli 5, 2010, 3:47 nachm.