Was gehört ins Protokoll der Präsentationsprüfung?

§ 40 (5) der Oberstufenverordnung legt fest:

"Über den Verlauf jeder mündlichen Prüfung ist von der in § 30 Abs. 6 Nr. 3 genannten Lehrkraft ein Protokoll zu führen. Aus ihm muss hervorgehen, ob und in welchem Umfang die Schülerin oder der Schüler die gestellten Aufgaben selbständig oder mit Hilfe lösen konnte. Es muss enthalten:
1. Name und Ort der Schule,
2. Zusammensetzung des Fachausschusses,
3. Namen der Prüfungsteilnehmerin oder des Prüfungsteilnehmers,
4. Fach der mündlichen Prüfung,
5. Beginn und Ende der Prüfung,
6. Prüfungsaufgabe und den wesentlichen Inhalt der Beantwortung oder Lösung,
7. die nach § 41 erfolgte Beurteilung und - auf Antrag eines Mitglieds des Fachausschusses - Gesichtspunkte aus der Beratung über die Bewertung und Beurteilung der Prüfungsleistung,
8. als Anlage die von der Schülerin oder dem Schüler in der Vorbereitungszeit angefertigten Aufzeichnungen."

Im Fall eines Folienvortrags oder eines Handouts ist klar, dass diese Unterlagen zu den Akten kommen, bei einer computerunterstützen Präsentation eine Diskette oder eine CD. Darüber müssen die Schülerinnen und Schüler rechtzeitig informiert werden. Laut "Richtlinien über die Führung, Aufbewahrung und Archivierung von Schriftgut in Schulen" (Erlaß vom 18. September 1996) werden diese 10 Jahre aufbewahrt: "Zehn Jahre aufzubewahren sind Prüfungsakten einschließlich der Prüfungsarbeiten und Gutachten; im Rahmen von Prüfungen angefertigte besondere Hausarbeiten, insbesondere künstlerische Arbeiten, sind auf schriftlichen Antrag, der spätestens ein Jahr nach Abschluß der Prüfung gestellt werden muß, an den Prüfling zurückzugeben ..."

In diesem Zusammenhang ist ein Blick auf rechtlichen Konsequenzen eines Plagiats angebracht: § 33 der Oberstufenverordnung regelt das Verfahren bei Täuschungen:

"1. Benutzt eine Prüfungsteilnehmerin oder ein Prüfungsteilnehmer unerlaubte Hilfsmittel oder begeht sie oder er eine Täuschung, unternimmt sie oder er einen Täuschungsversuch oder leistet sie oder er der Täuschungshandlung einer anderen oder eines anderen Vorschub, entscheidet der Prüfungsausschuss nach Klärung des Sachverhaltes und Anhörung der Prüfungsteilnehmerin oder des Prüfungsteilnehmers, der Tutorin oder des Tutors und der aufsichtsführenden Lehrkraft möglichst noch am gleichen Tag über die weiteren Maßnahmen. [...] 3. Wird eine Täuschungshandlung erst nach Aushändigung des Abiturzeugnisses erkannt, kann das Staatliche Schulamt die Prüfung als "nicht bestanden" erklären und das Zeugnis einziehen."